sonstige Tipps
Snapshot & Applikationen
Gefahren & Vorteile
der automatischen Softwareverteilung
Vorab möchte ich davor warnen,
automatische Softwareverteilung "nebenbei" einzuführen. Hierzu
ist ein entsprechendes Know-How in den Bereichen ZENworks®, Windows®
sowie der Anwendungen (die verteilt werden sollen) und auch der User nötig.
Beim Erstellen von Applicationobjects ohne entsprechende Planung und Test der
Objekte sowie durch fehlendes Know-How können fatale Fehler enstehen, die
bis zum kompletten Ausfall aller PCs führen können. Hier nur einige
Beispiele:
- Wird ein Snapshot von einem Programmupdate
(wie z.B. einem Virenscanner) durchgeführt und das Snapshot erfasst einige
DLLs nicht, da diese von dem Setupprogramm nicht verändert werden, weil
sie auf dem Snapshot-PC bereits aktuell sind, so werden diese dann auch nicht
vom Applicationobject verteilt. Selbst wenn dieses Applicationsobject auf
den PCs der EDV-Abteilung getestet wird und nach einigen Tagen dann für
alle User mit automatischen Ausführen (force run) beim Starten des NAL
zugeordnet wird (was oft der Fall ist) kann es vorkommen, dass z.B. dieser
Virenscanner beim Starten einen Bluescreen erzeugt, wenn eine bestimmte DLL
fehlt oder zu alt ist. Ist vergessen worden, dass auf allen PCs der EDV-Abteilung
der Internet Explorer 6® installiert ist, der viele System-DLL auf einen
aktuell Stand bringt, der Rest der Firma aber noch den Internet Explorer 4.0®
installiert hat, bleiben nach dieser Aktion alle (!) PCs der gesamten
Firma mit einem Bluescreen, noch bevor der Anmeldebildschirm erscheint, stehen.
Hier fehlten dann ganz klar entsprechende Kenntnisse über die installierte
Anwendung.
- Wird ein Snapshot von einem Service
Release für das Office-Paket erstellt und dieses Service Release ändert
den Standardpfad, der bei "Datei/Öffnen" angezeigt wird, so
wird dies auch beim automatischen Update der PCs über ein Applicationobject
geändert, falls dieser Registrykey nicht beachtet wurde. Je nachdem wie
fitt die User sind, finden danach ggf. mehrere hundert Anwender ihre Dokumente
nicht mehr und rufen in der EDV-Abteilung an.
Ich hoffe, dies verdeutlicht bei
den großen Vorteilen auch die mögliche Probleme der automatischen
Softwareverteilung, egal mit welchem Produkt (Zenworks®, WinInstall®,
etc.) diese durchgeführt wird. Wobei bei guter Planung, ausführlichen
Tests und dem passendem Know-How sehr viel Zeit und damit auch finazielle Mittel
gespart sowie Sicherheit durch einheitliche Installationen und schnellere Neuinstallationen
von PCs bei Hardwareausfällen gewonnen werden kann.
Quick & Dirty
Anleitung mit Tipps
Bei The
HowTo Website for IT Professionals gibt es einen Artikel Troubleshooting
32-bit Applications, dieser setzt sich mit dem Problem auseinander, möglichst
viel über die zu installierende Anwendung zu erfahren (allerdings wird
Snapshot dort nicht berücksichtigt). Außerdem gibt es auch eine recht
ausführliche Anleitung (ZENWORKS:
Creating A Snapshot - Part1) in drei Teilen, die beschreibt, wie ein Snapshot
erstellt wird und dabei viel genauer auf Registrykeys eingeht (u.a. auch das
Problem der PendingFileRename-Keys) als die diese "Quick & Dirty Anleitung":
- Festplatte formatieren, Windows
neu installieren mit Netwareclient und der Software (ggf. aus der CMDLINES.TXT),
die also auf jedem PC ist ("blanke Installation").
- "Roaming Profile" des
Users, mit dem die Installation durchgeführt wirdm vor dem Anmelden mit
einem anderen Account löschen (im Homelaufwerk das Verzeichnis "Windows
NT x.x Workstation Profile"). So wird ein neues Profile angelegt.
- Mit dem entsprechenden User anmelden
ohne dabei den NAL zu starten, außer es wird nichts automatisch ausgeführt
beim NAL-Start.
- SYS:PUBLIC\SNAPSHOT\SNAPSHOT.EXE
bei der ZEN Version 2.0 auf aktuellen PCs (etwa ab PII) mit dem Parameter
"/slow" starten, sonst kann es vorkommen, dass Registrykeys "übersehen"
werden (siehe TID 2954997
und 10026980).
- "Custom" wählen:

- "NDS Application objekt
name" und "Applications file(s) location" (Verzeichnis) gleich
nennen, um später die Verzeichnisse einfach zuordnen zu können,
die AXT/AOT-Datei sollten später auch in diesem Verzeichnis gespeichert
werde:


- Alles scannen, ggf. außer
Laufwerk D: auch noch Laufwerk C: prüfen:


- Nach der Programminstallation
alle Icons und Startmenüeinträge entfernen und dann das Snapshot
weiterlaufen lassen. Sonst müssen diese später aus dem Applicationobject
entfernt werden. Schließlich soll der User die Anwendung aus dem NAL-Starten
damit spätere Änderungen auch automatisch verteilt werden.
- Folgende Einstellungen sind meistens
gute Standardwerte für das Applicationobject:

- Jetzt kann das Applicationobject
im NWAdmin (ZEN 1.x/2.x) oder in der ConsoleOne (ZEN 3.x) angelegt werden.
- Im Applicationobject sollte auf
folgende oder ähnliche Registrykeys geachtet werden, die meist entfernt
werden sollten:
Key=HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\GrpConv\Groups
Key=HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\MSProgramGroup\Shell\Open\Command
Key=HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\McAfee\VirusScan\McShield
Key=HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\El90x1\Parameters\Tcpip,
Name=LeaseTerminatesTime
Key=HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\StreamMRU
Key=HKEY_CURRENT_USER\Software\NetWare\NAL\1.0
Key=HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Novell\Login\
Dies ist nur eine kleine Auswahl der u.U. häufigsten Keys. Dies ändert
sich je nach Betriebsystem. Service Pack, Internet Explorer®, Virenscanner
und sonstiger Software, die im Hintergrund in die Registry schreibt.
- Desweiteren sollte auf folgende
oder ähnliche Dateien geachtet werden, die meist entfernt werden sollten.
Außerdem sollten TEMP-Dateien generell entfernt werden:
Target=%*WINDIR%\NWLogRes.tmp
Target=%*WINSYSDIR%\wmprtnt.log
Auch dies ist nur ein kleiner
Teil der häufigsten Dateien und ebenfalls sehr abhängig von der
Systemumgebung.
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